Grünfutter
Grünfutter ist für unsere gefiederten Freunde ein willkommenes Ergänzungsfutter und bietet den Vögeln gleichzeitig eine gute Beschäftigung. Wenn die Vögel jedoch das Futter noch nicht gewohnt sind, sollte man erst einmal vorsichtig mit der Grünfütterung beginnen, denn anfangs könnte es sein, dass das Futter zu gierig aufgenommen wird und es so zu Durchfall oder Rotleibigkeit kommt. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass das Grünfutter immer möglichst frisch verabreicht wird. Sollten noch Reste übrig bleiben, so ist es natürlich eine Selbstverständlichkeit, dass diese entfernt werden.
Wenn die Vögel in einer Freivoliere untergebracht sind, ist es ratsam die Grünfütterung bei Minusgraden einzustellen um gesundheitliche Schäden zu vermeiden.
Wolfgang Trümper
Vogelmiere oder Mairisch

Vogelmiere Vogelmiere
Vorkommen: Ist überall zu finden. Auf Feldern, Brachland, in Gärten, oft auch auf abgegrasten Viehwiesen und in den Gewächshäusern von Gärtnereien.
Verwertbare Teile: Die ganze Pflanze. Die frischen Blätter und Triebe sind besonders begehrt. Auch die Blüten und Samenkapseln werden sehr gern gefressen.
Vogelarten: Für alle körnerfressenden Vögel ist die Vogelmiere ein Leckerbissen. Eine gelungene Brut ist oft auf die Fütterung von Vogelmiere zurück zuführen.
Glanz oder Kanariensaat Hühnerhirse

Fruchtstand
Verwertbare Teile: Halbreifer bis reifer Samen.
Vogelarten: Wird von fast allen körnerfressenden Vögeln gern verzehrt.
Hühnerhirse:Wächst auf Äckern, Brachland, Schuttplätzen an Feld und Wegrändern sowie als "Unkraut" in Gärten.
Verwertbare Teile: Halbreifer bis reifer Samen
Vogelarten: Fast alle Körnerfresser von Prachtfinken, Kanarienvögel bis zu Großsittichen, Papageien, Täubchen, Wachteln und alle Hühnervögel sind begeisterte Abnehmer, vor allem der noch nicht voll ausgereiften Samen.
Mädesüß oder Wiesengeißbart

Verwertbare Teile: Halbreifer bis reifer Samen.
Vogelarten: Heimische Gimpel, Zeisige, Girlitze auch Kanarienvögel mögen den Samen sehr gern. Auch Prachtfinken, Tauben und Hühnervögel sind dankbare Abnehmer.
Melde

Vogelarten: Fast alle körnerfressenden Vögel nehmen den Samen gern zu sich.
Beifuss Tagetes

Beifuss Tagetes
Beifuss - Vorkommen: Wächst an Wegrändern, Ufer, Zäunen und Brachland. In Bauerngärten wird er als
Gewürz- und Heilpflanze angebaut.
Verwertbare Teile: Halbreifer bis reifer Samen. Die ganze Pflanze wird in die Voliere gehängt oder gestellt.
Vogelarten: Viele heimische und exotische Körnerfresser nehmen den Beifuss gern, auch Sittiche und
Papageien. Das im ätherischen Oel enthaltene Cineol soll gegen Spulwürmer helfen.
Tagetes oder auch Studentenblume genannt: Wird als Zierblume in Gärten oder auf Friedhöfen gepflanzt.
Verwertbare Teile: reifer Samen.
Vogelarten: Fast alle körnerfressenden Vögel. Der Samen soll auch bei der Rotfärbung der Kanarien Wirkung zeigen.
Löwenzahn

Vorkommen: Auf Wiesen, Felder, Brachland, Wegränder, Straßen und Gärten
Verwertbare Teile: Blätter in allen Entwicklungsstadien. Vorsicht , Anfangs nur wenige Blätter geben, da der Vogelorganismus auf plötzlich zu große Mengen des milchigen Saftes mit Durchfall reagieren kann.
Samen:Sobald sich die gelben Blüten schließen und die welken Blütenblätter abstoßen, ist nur ganz kurz vor dem öffnen zur "Pusteblume" Sammelzeit für die halbreifen Samenkapseln.
Vogelarten: Fast alle Vögel nehmen die Blätter und die Samenstände an. Die halbreifen Samen sind fast unentbehrlich für die Aufzucht von heimischen Finken und südamerikanischer Zeisige. Auch die Wurzeln werden in kleinen Mengen von einigen Papageien gern gefressen.
Mohn

Vorkommen: Schlafmohn darf in Deutschland nicht mehr angebaut werden. In einigen Gärten sieht man ihn hin und wieder einmal als Zierpflanze. Ursprünglich stammt der Schlafmohn aus dem Orient.
Klatschmohn und Sandmohn: Beide Arten findet man als Getreideunkraut an Feldrändern, Schuttplätzen, Ödland und Wegen.
Verwertbare Teile: Der reife Samen wird den Vögeln mit geöffneter Kapsel oder ohne Kapsel in einem Napf angeboten.
Vogelarten: Fast alle körnerfressenden Vögel. Auch einige Weichfresser nehmen den Mohn sehr gern. Bei vielen Girlitzen, Zeisigen und Kanarien gehört der Mohn zur täglichen Nahrung. Anderen dient er als Heilmittel, vor allem bei Durchfall.
Nachtkerze Borretsch

Nachtkerze: Vorkommen: Auf Ödland, Schutt- und Steinhalden, an Bahndämmen und in Gärten.
Verwertbare Teile: Halbreife und reife Samen. Die ganzen Samenstände können in einem Gefäß aufrecht in Käfig oder Voliere gestellt werden.
Vogelarten: Heimische und exotische Finkenvögel, vorallem südamerikanische Zeisige sind dankbare Abnehmer. Auch Kanarien fressen die Samen sehr gern.
Borretsch: Vorkommen:Borretsch oder auch Gurkenkraut genannt, wächst an Wegen, Ödland, Schuttplätzen und Gärten.
Verwertbare Teile: Halbreife und reife Samen.
Vogelarten:Viele Gimpel, Kanarien und Kardinäle fressen den Samen sehr gern.
Ringelblume Hanf

vor der Voliere
Ringelblume Vorkommen: Wird in Gärten und auf Friedhöfen als Zierblume gepflanzt, ist aber auch verwildert an Zäunen, Wegrändern und Schuttplätzen zu finden.
Verwertbare Teile: Die vitamin- und karotinhaltigen Blütenblätter und der ringelartig gekrümmte Samen.
Vogelarten: Fast alle körnerfressenden Vögel. Blütenteile werden auch von Weichfressern aufgenommen.
Der Anbau von Hanf ist in der Bundesrepublik Deutschland Verboten!
Verwertbare Teile: Der reife Samen.
Vogelarten: Fast alle körnerfressende Vögel. Wenn man zuviel Hanf füttert, könnte es sein, dass die Vögel verfetten. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Geschwüre an den Füßen bilden.
Breitwegerich Hirtentäschelkraut Vogelknöterich

Breitwegerich Vorkommen:An Wegrändern, Gräben, Schuttplätzen und Ödland, oft auch in Gärten.
Verwertbare Teile:Halbreifer und reifer Samen, auch die Blätter.
Vogelarten: Alle Körnerfresser nehmen die halbreifen- und reifen Samen, auch die Blätter werden bisweilen verzehrt.
Auch für Weichfresser sind die Blätter im Ganzen oder kleingeschnitten als Durchfallmittel verwendbar.
Hirtentäschelkraut Vorkommen: Fast überall an Wegrändern, Brachland, Feldrändern und Gärten kommt es häufig vor.
Verwertbare Teile: Samen mit samt den Schoten, aber auch die Schoten, in denen kaum Samen vorhanden ist.
Vogelarten: Fast alle heimischen und exotischen körnerfressenden Vögel, auch Hühnervögel sowie Sittiche und Papageien sind dankbare Abnehmer.
Vogelknöterich Vorkommen: In Gärten, Schuttplätzen, zwischen Straßenpflaster und Gehwegplatten.
Verwertbare Teile: Blätter, Blüten und besonders die nussartigen Samen werden sehr gern genommen.
Vogelarten: Alle heimischen und exotischen Finkenvögel, Sperlinge, Webervögel, Kardinäle, Kanarien und Pfäffchen. Auch Wellensittiche, Großsittiche und Papageien sind dankbare Abnehmer.
Stiefmütterchen Hornveilchen - Wildform des Stiefmütterchen

Vorkommen: Das Stiefmütterchen gehört zu den Veilchen - Arten. Die Wildform bevorzugt Standorte auf Äckern, Brachland, Feldwegen und Gärten. Seine Kulturform findet man überall, in Gärten, Balkonkästen, Parkanlagen und Friedhöfen. Die Wildform ist weisslich gelb mit oder ohne violett. Die Kulturform findet man nahezu in allen Farben, auch bunt gemischt.
Verwertbare Teile: Halbreife und reife Samen.
Vogelarten: Heimische und exotische Körnerfresser. Auch Tauben, Wachteln, Fasane und Papageienvögel verzehren die Samen mehr oder weniger gern.
Wegwarte Gemeiner Knöterich (Flohknöterich)

Wegwarte Vorkommen: An Feld-und Wegrändern sowie auf Ödland.
Verwertbare Teile: Halbreife und reife Samen.
Vogelarten: Heimische und exotische Gimpel, Zeisige, Girlitze, Kanarien, Prachtfinken und ihre Verwandten, auch Wachteln und Fasane verzehren die Samen sehr gern.
Gemeiner Knöterich Vorkommen: An Wegrändern, Schuttplätzen, Gärten, Äckern, Brachland und Gräben.
