Neue Rasse: "Deutsche Rotschecken"

Einige norddeutsche Züchter haben sich zum Ziel gesetzt eine neue Kanarienrasse zu züchten - die "Deutsche Rotschecke". Diese Idee ist nicht so ganz neu. Auf alten Zeichnungen - wie zum Beispiel von dem Pionier der Deutschenhaubenzucht Klaus Speicher, der auch den ersten Standard für Deutsche Hauben entwarf und in einem Bericht der "Gefiederten Welt" berichtete, dass noch 1969 gescheckte Haubenkanarien und gescheckte Glattköpfe ausgestellt wurden (siehe Zeichnung unten)

                                                                       
In einer  Revision der Bestimmungen für Farbenkanarien sowie der Deutschen Hauben in den 1970er Jahren wurden die Schecken sowohl bei den Farbenkanarien als auch bei den Deutschen Hauben gestrichen.  
Fazit
: Rotgrundige, gescheckte Haubenkanarien sowie ebensolche Glattköpfe, die es früher gab, sind auf deutschen Vogelschauen nicht mehr in Erscheinung getreten.
Diese Lücke wollen nun einige engagierte Züchter versuchen zu schließen. Es ist zu wünschen, dass diese farb- und formschöne Rasse das Anerkennungsverfahren beim DKB besteht. 
Die neu entwickelte Positurkanarienrasse "Deutsche Rotschecken" ist erzüchtet worden aus den Norddeutschen Schecken und den englischen Staffords. Es handelt sich bei dieser Rasse um eine rotgrundige, gescheckte Haubenrasse mit einer leicht gerundeten Form und einer Größe von 13 - 14cm.

Ansprechpartner sind:
Peter Knoll, Hellbergstraße 10, 37434 Rüdershausen, Tel. u. Fax 05529-509
Alfred Palm, Max-Eyth-Straße 23, 26655 Westerstede, Tel. 04488-348

                   
           Foto T. Müller  Züchter H. Ostermeyer               Foto T. Müller Züchter P. Knoll

               
                     Foto T. Müller  Züchter A. Palm                  Foto T. Müller  Züchter A. Palm
                 
                 Foto T. Müller  Züchter A. Palm                           Foto T. Müller  Züchter A. Palm

                  
                Foto P. Knoll  Züchter P. Knoll                                  Foto P. Knoll  Züchter P. Knoll

                                                     

                                                                              FotoPaul Pütz  Züchter J. de Vries  

                                                    Preisrichter!
 Zunächst möchte ich erst einmal betonen, dass der überwiegende Teil der Preisrichter in Ordnung ist und die Vögel fair bewertet. Leider ist dieses aber nicht immer der Fall, denn einige der Damen und Herren verdienen die Bezeichnung Preisrichter nicht. Die könnte man glatt als unqualifiziert oder unfähig bezeichnen. Nun wird der ein oder andere zwar aufheulen, aber dem sei gesagt, wem der Schuh passt, der ziehe ihn sich an. Nach über dreißigjähriger Vogelzucht und etlichen Vogelschauen, die ich als Aussteller besucht habe, glaube ich mir ein Urteil darüber bilden zu können. Ich bin zwar kein Preisrichter, aber nicht, weil ich mir das nicht zugetraut hätte, sondern weil es mir beruflich aus Zeitgründen nicht möglich war. Auch wenn ich kein Preisrichter bin, so bin ich doch in der Lage, einen guten Vogel von einem schlechten unterscheiden zu können, wobei ich bei einigen Preisrichtern so meine Bedenken habe, ob sie dazu in der Lage sind. In all den Jahren meiner Vogelzucht habe ich die abenteuerlichsten Geschichten auf den verschiedenen Vogelschauen erlebt.
Hier nun einige Beispiele:
Wenn die Vögel zur Deutschen Meisterschaft kommen, muss ich mir als Preirichter doch sagen, dass diese Vögel eventuell schon vorher auf zwei oder drei Ausstellungen bewertet wurden. Wie erst kürzlich geschehen, bekam ein Vogel 92 Punkte. Soweit so gut. Wenn ein Vogel 92 Punkte  bekommt, sollte man annehmen, dass es ein überdurchschnittlicher Vogel ist. Beim Verband bekommt der gleiche Vogel 90 Punkte, was auch noch zu vertreten ist. Bei der Deutschen Meisterschaft bekommt dieser Vogel dann aber nur 86 Ppunkte, da fragt man sich doch, waren es die beiden ersten Preisrichter,(einer der beiden COM Preisrichter) die da vollkommen daneben lagen, oder hatte der Preisrichter der den Vogel auf der DKB Meisterschaft bewertet hatte schlecht geschlafen? Auf der vorjährigen DKB Meisterschaft zeigte mir ein Bekannter (auch Preisrichter) einen Vogel mit einem hellen und einem schwarzen Bein, was ja nichts ungewöhnliches ist, aber, dass die Kollektion mit diesem Vogel Deutscher Meister wurde, fand ich dann schon etwas eigenartig. Noch ein Beispiel was mich persönlich betrifft. Vor einigen Jahren passierte mir folgendes:
Ich stellte unter anderem zwei Kollektionen "Rot Schimmel" beim Landesverband aus. Als ich die Bewertung sah, war ich einigermaßen erstaunt darüber, denn ich landete unter ferner liefen. Die eine Kollektion bekam 352 Punkte, die zweite bekam 353 Punkte. Soweit so schlecht. Wenn ich jetzt ein junger unerfahrender Züchter gewesen wäre, hätte ich nicht im Traum daran gedacht mit so einer Punktzahl zur Deutschen Meisterschaft zu fahren. Da ich aber wusste, dass auf jeder Schau die Karten neu gemischt werden, beschloss ich trotz des schlechten Ergebnisses weiter zu gehen. Mein Erstaunen war um so größer, als ich die Bewertung auf der DKB-Schau sah. Die Kollektion, welche beim Verband 352 Punkte bekam, hatte beim DKB 365 Punkte, also 13 Punkte mehr. Die zweite Kollektion, die beim Verband 353 Punkte bekam, hatte jetzt 367 Punkte, also 14 Punkte mehr und ich war punktgleich mit dem Deutschen Meister. Aber das ist noch nicht alles. Als ich auf die Bewertungsbogen sah, wäre ich bald vom Glauben abgefallen, denn die Vögel wurden vom selben Preisrichter bewertet, der sie beim Verband "hingerichtet" hatte. Bei der jetzigen DKB-Meisterschaft ist nun wieder etwas für mich ganz Neues passiert. Da ich selbst keine Vögel mehr züchte, helfe ich einem Zuchtfreund etwas beim Aufbau eines Kanarienstammes und musste feststellen, dass zwei Preisrichter, mehrere Züchter und ich auch noch farbenblind sind, denn wir hatten nicht bemerkt, dass eine der Kollektionen kein Stamm waren. Das hat dann der Preisrichter auf der DKB-Meisterschaft festgestellt und hat die Kollektion AK gestellt. Dieses waren nur einige Geschichten, die ich in meiner langjährigen Züchterlaufbahn erlebt habe und die ich auch beweisen kann, denn ich habe noch alle Prämierungsbogen, von der ersten bis zur letzten Schau. Nur heute ist das Ganze einfacher für mich, denn ich kann alles in meinem Computer speichern und jederzeit mit einem Knopfdruck abrufen. Doch nun will ich es gut sein lassen und denke, dass sich nun jeder sein eigenes Bild darüber machen kann. Ich war 10 Jahre erster Vorsitzender im hiesigen Kanarien und Exotenzuchtverein und stets bemüht Nachwuchs für unser schönes Hobby "die Vogelzucht" zu begeistern, was mir auch weitestgehend gelungen ist. Nur ist es nicht einfach junge Züchter bei der Stange zu halten, wenn einige unfähige Preisrichter solche Fehlurteile fällen. Hier ist der DKB gefordert solches zu unterbinden. Ich denke mal, dass ich mit diesem Bericht so manchem enttäuschten Züchter aus der Seele gesprochen habe. Also liebe Vogelfreunde, Kopf hoch und durch.

Wolfgang Trümper

 
Liebe Vogelfreunde, hier führe ich Euch mal die Prämierungsergebnisse von vier Vögeln in schwarzrot intensiv vor. Diese vier Vögel nahmen an vier Vogelschauen teil und ich denke mal, dass Ihr Euch anschließend Euer eigenes Urteil bilden könnt.

Die erste Schau war das Eichsfeld Championat in Duderstadt:
Die zweite Schau Verein:
Die dritte Schau Landesverband Niedersachsen-Bremen:
Die vierte Schau Deutsche Meisterschaft in Bad Salzuflen:

1. Vogel = 021 = 88 Pkt.   1. Vogel = 021 = 91 Pkt.   1. Vogel 021 = 91 Pkt.   1. Vogel 021 = 84 Pkt.
2. Vogel = 014 = 90 Pkt.   2. Vogel = 014 = 91 Pkt.   2. Vogel 014 = 89 Pkt.   2. Vogel 014 = 84 Pkt.   
3. Vogel = 022 = 89 Pkt.   3. Vogel = 022 = 90 Pkt.   3. Vogel 022 = 90 Pkt.   3, Vogel o22 = 87 Pkt.
4. Vogel = 013 = 90 Pkt.   4. Vogel = 013 = 90 Pkt.   4. Vogel 013 = 87 Pkt.   4. Vogel 013 = 85 Pkt.

Liebe Vogelfreunde, dieses sind nun die Ergebnisse von vier Vögeln, die auf vier verschiedenen Vogelschauen prämiert wurden. Da ich meinen Zuchtfreund Hanno Warneke mehr oder weniger dazu überredet habe mit meiner Unterstützung in die Kanarienzucht einzusteigen, bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn im nächsten Jahr auf Grund dieser beschämenden Prämierung auf der Deutschen Meisterschaft 2012 in Bad Salzuflen, die ihm ja immerhin grob gerechnet 200,-€ gekostet hat noch einmal überreden kann, an einer Deutschen Meisterschaft teil zu nehmen. Oder ob er  lieber nur noch  seine Gouldamadinen Zucht  betreibt, mit der er ja schon seit vielen Jahren große Freude hat. Seit dem vergangenen Jahr züchtet er nun auch Kapuzenzeisige, mit denen er auf keinen Fall an Vogelschauen teil nimmt.
Schade eigentlich.
Wolfgang Trümper




                       


            Vogel des Jahres 2009 ist der Eisvogel

         Eisvogel Foto/H. Pollin (NABU)      Eisvogel Foto/M. Delpho (NABU)


Foto Reinhard Siegel (aus der "Gefiederten Welt")

Der Eisvogel ist der einzige Vertreter der Familie Eisvögel in Europa. Wegen seines bunten Gefieders wird er auch als fliegender Edelstein bezeichnet. Eisvögel brüten an klaren Flüssen und Seen, sofern diese senkrechte Uferabrisse aufweisen oder sich Erd-bzw. Sandwände in der Nähe befinden. Da Eisvögel klare, nicht zu stark verschmutzte Gewässer benötigen, lässt sein Vorkommen bzw. Fehlen Rückschlüsse auf die Qualität der Gewässer zu. In vielen Gebieten Europas sind die Bestände leider sehr geschrumpft.
W. Trümper

Vogel des Jahres 2010 ist der Kormoran

                         
                                             Fotos: NABU/F. Möllers

Der Kormoran war viele Jahre  durch die Verfolgung von Fischer und Angler aus Deutschland so gut wie verschwunden. Erst  der konsequente Schutz durch die EG-Vogelschutzrichtlinie (1979) ist der Grund, dass heute wieder 24.000 Brutpaare in Deutschland leben. Ihre Zahl hat sich in den letzten Jahren wieder stabilisiert. Der NABU und der Landesverband für Vogelschutz in Bayern haben den Kormoran zum "Vogel des Jahres 2010" gewählt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an deutsche Seen, Flüsse und Küsten wieder zu Tausenden geschossen und vertrieben wird.
W. Trümper
 
                     Vogel des Jahres 2011 ist der Gartenrotschwanz
                      
Der Gartenrotschwanz wurde zum "Vogel des Jahres 2011" gewählt. Hiermit soll darauf hingewiesen werden, dass dieser Singvogel gefährdet ist. Noch gibt es in Deutschland bis zu 160 000 Brutpaare des Gartenrotschwanzes, doch die Zahl ist stark rückläufig.
W. Trümper
                                           Vogel des Jahres 2012 ist die Dohle
                                 
                                                     Fotos: Nabu
Die Dohle ist ein sehr geselliger Vogel, treu und überaus intelligent. Doch wie die meisten Rabenvögel ist sie auch nicht besonders beliebt. Im Mittelalter hieß es, der schwarze Vogel mit den silbrig-weißen Augen bringe Pest und Tod. Heute leidet die Dohle nicht nur am Image-sondern auch an Platzproblemen, denn geeignete Brutplätze gibt es immer seltener. Als Höhlenbrüter nisten sie gern in Gebäudenischen und Mauerlöchern, Kirchtürmen, Dachstühlen und Schornsteinen, in Städten und Dörfern.
W. Trümper

                    

Auf der 6. offenen Schau des "Deutscher Gouldamadinen Spezialclub" errang Hanno Warneke mit seinen Gouldamadinen schwarzköpfig 1x Gold und einmal Bronze.

                           Kohlmeise

Kohlmeisen suchen sich mitunter außergewöhnliche Nistplätze, wie hier, zum wiederholten mal in einemem Briefkasten in Bovenden bei Göttingen.