Zuchtvorbereitung für meine Kanarien
Für eine erfolgreiche Zucht ist es wichtig, dass man genau Buch führt.
Nachdem ich meine Zuchtweibchen einschließlich Zuchtreserve ausgesucht habe, erstelle ich erst mal einen Stammbaum für jeden einzelnen Vogel (siehe Muster). Dasselbe gilt selbstverständlich auch für die Hähne. Hierzu muss man nicht unbedingt eine teure Software haben.

Dann erstelle ich einen Zuchtplan, dabei gehe ich wie folgt vor:
In die erste Spalte trage ich die Hecke ein, in der die Weibchen geboren wurden. In die nächste Spalte kommen die Weibchen. Anschließend die Hähne, die an das jeweilige Weibchen passen.
Die Hähne kennzeichne ich mit Sternen von eins bis drei. Hat ein Hahn drei Sterne passt er sehr gut zu dem Weibchen, bei zwei Sternen gut und bei einem Stern wird es schon sehr eng in der Blutführung.
Wie man im anschließenden Zuchtplan sieht, hat man mehrere Hähne zur Auswahl. Dieses ist aber erst alles Theorie.
Ende Februar setze ich erst die Hähne in die Heckfächer, denn in der Regel sucht der Hahn auch in der Natur den Nistplatz aus und grenzt durch seinen Gesang sein Revier ab. Außerdem verlängere ich dann nach und nach das Licht bis auf etwa 14 Stunden. Die Temperatur wird auf mindestens 15 bis 20 Grad erhöht. Nach ca. einer Woche kommen dann die Weibchen zu den Hähnen.
Jetzt zeigt es sich erst, wie wertvoll so ein Zuchtplan sein kann.
Die Vögel werden nun nach Form, Größe, Gefieder und so weiter zusammen gesetzt. Da ja immer mehrere Hähne an das jeweilige Weibchen passen, brauche ich nicht lange zu suchen, um den passenden Hahn zu finden.
Wolfgang Trümper

Wer ist hier wohl das Weibchen?

